Erste PV-Anlage in Deutschland - Solar-Log™ garantiert die Einspeiseobergrenze

06. Februar 2019

Auf den Dächern der Waagen-Wulff GmbH in Flensburg sind zwei PV-Anlagen installiert. Damit die vom regionalen Energieversorger vorgegebene Einspeisebegrenzung garantiert eingehalten wird, sind die vom Solartechnik Anbieter Solar-Energie Andresen GmbH (sea) installierten PV-Anlagen mit einer Solar-Log™ PM Box 2000 ausgestattet. Je nach Bedarf regelt das zweistufige System, bestehend aus dem Solar-Log 2000 PM+ und einem PAV,E Wächter, die Stromeinspeisung einer der beiden Anlagen ab. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass zu keinem Zeitpunkt mehr Strom in das Netz fließt, als vom Energieversorger vorgegeben. Das System ist in dieser Form deutschlandweit erstmalig im Einsatz.

Geislingen-Binsdorf, 6. Februar 2019: Seit 2010 produziert das Unternehmen Waagen Wulff GmbH mit einer Ost-West ausgerichteten 137 kWp PV-Anlage Strom. Dieser wird zu 100 % in das Netz eingespeist. Die Geschäftsführer Mathias Wulff und Thomas Wulff legen großen Wert auf Nachhaltigkeit. 2018 kam daher eine weitere 81 kWp PV-Anlage hinzu. Sie gewährleistet die Versorgung des Betriebs mit sauberem PV-Strom (Eigenverbrauch). Außerhalb der Geschäftszeiten wird der Stromüberschuss der neuen PV-Anlage ebenfalls in das Netz eingespeist. Die Schwierigkeit: Es ist eine Einspeiseobergrenze von 125 kW durch den eigenen Trafo gegeben. Bei einer Volleinspeisung mit beiden Anlagen, zum Beispiel an einem sonnigen Wochenende, überschreitet man diese Grenze leicht. Der Solartechnik Anbieter Solar-Energie Andresen GmbH (sea), der Energie-Management-Profi Solare Datensysteme GmbH (SDS) und der SDS-Servicepartner Sibert Solar Ltd lösten diese Problematik gemeinsam. Um die maximale Einspeiseleistung nicht zu überschreiten, haben sie die Solar-Log™ PM Box 2000 aus dem Hause SDS installiert.

Der zur Box gehörige Solar-Log 2000 PM+ misst den Stromverbrauch sowie die Produktion der beiden PV-Anlagen. Die gesamte Einspeisung regelt er auf maximal 125 kW. Dabei deckt die 81 kWp PV-Anlage nicht nur den Eigenverbrauch (klassischer 0-Export), sondern kann darüber hinaus die Differenz zwischen Einspeisemenge der 137 kWp PV-Anlage und festgelegter Obergrenze gegen Vergütung einspeisen. Unabhängig davon erfasst der integrierte PAV,E Wächter laufend die Leistung am Einspeisepunkt. Bei einem Lastabwurf oder einem Ausfall der Einspeiseregelung trennt der PAV,E Wächter die 81 kWp PV-Anlage vom Netz. Die maximale Stromeinspeisung von 125 kW wird somit zu keinem Zeitpunkt überschritten.

Neben der Einspeiseregelung übernimmt der Solar-Log 2000 PM+ erwartungsgemäß die Überwachung und sorgt für die Fernsteuerbarkeit der PV-Anlage. Somit wird der gesamte Bereich des Energie-Managements über ein System abgedeckt.

Im Hinblick auf die ab April gültige Anwendungsregel VDE-AR-4105, die eine von der Anschlussleistung abweichende installierte Leistung ermöglicht, bietet SDS schon heute eine Lösung dafür.


Statements zum Projekt:

Sascha Dellmann, Technischer Projektleiter bei Solar-Energie Andresen:
„Mit der Solar-Log™ PM Box können wir PV-Anlagenbetreibern, die an eine Einspeisebegrenzung gebunden sind, eine absolut sichere Lösung anbieten. Dem Energieversorger wird garantiert, dass nicht mehr als die von ihm angesetzte, maximale Einspeisemenge in das Netz fließt.“

Christoph Zeitz, Solar-Log™ Project Engineer:
 „Dieses Projekt ist ein tolles Beispiel, wie man der Einspeiseobergrenze am besten gerecht wird. Gemeinsam konnten wir es optimal umsetzen und haben eine Lösung installiert, die zahlreichen PV-Anlagenbetreibern mit einer ähnlichen Ausgangssituation weiterhilft.“

Andy O‘ Leary, CEO bei Sibert Solar Ltd.:
„In Großbritannien wird die Solar-Log™ PM Box seit längerem erfolgreich eingesetzt. Es freut mich sehr, dass sie in Deutschland jetzt ebenfalls installiert wurde.“

Jochen Niedermeyer, Netzplanung bei den Stadtwerken Flensburg:
„Die Gesamtlösung hat uns überzeugt, weshalb wir einer Installation zugestimmt haben. Eine garantierte Einhaltung der Einspeiseobergrenze – genau das brauchen wir, um ungewollte Netzrückwirkungen zu verhindern. So ist es dem Anlagenbetreiber möglich, möglichst viel Solarstrom effektiv selbst zu nutzen.“

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