Referenzanlage - MW Effekt aus Senden mit zwei BHKWs

Herr Große-Perdekamp, einer der Eigentümer, hat die Technik präsentiert.

Anlagendetails: Wohn- und Gewerbeobjekt mit Eigentümergeführter Hausverwaltung, mit mehreren Wohn und gewerblich genutzen Einheiten.

Gesamtstromverbrauch: ca. 210.000 Kw/h im Jahr

BHKW: 2 x BHKW mit je 20 kWp Leistung vom Hersteller 2G

Die beiden BHKWs produzieren in Abhängigkeit der Wärmenutzung ca. 200.000 kWh Strom für den Standort. Die Wärmeproduktion fließt in den Heizkreislauf des Objektes hinein und wird den Mietern preisneutral angeboten. Die konventionelle Gas-Heiztechnik, welche bereits im Jahr 2000 eingebaut wurde, dient nur noch als Notfallsystem (falls die Leistung der BHKWs nicht ausreicht - was bei extremen Minusgraden der Fall sein kann). Die beiden BHKWs sind in der Lage im Jahresdurchschnitt etwa 70 % des Strombedarfs im gesamten Objekt zu decken.

Besondere Projektherausforderung:
Die BHKWs arbeiten „wärmegeführt", d. H. bei Wärmebedarf läuft das BHKW und produziert dabei zusätzlich den gewünschten Strom, welcher den Mietern zum Kauf angeboten wird. Im Sommer ist jedoch der Wärmebedarf viel geringer als in der kalendarischen Heizperiode (Oktober bis April). Somit sind die BHKWs nur noch in der Lage in der Sommerzeit ca. 30 % des Strombedarfs zu decken.

Dem Eigentümer des Objektes war bisher nicht möglich zu ermitteln wie hoch die Stromproduktion des jeweiligen BHKWs ist. Ebenso konnte der Stromverbrauch nicht dediziert werden um feststellen zu können welcher Mieter zu welchem Zeitpunkt große Mengen Strom verbraucht.

Wie wurde diese gelöst?
Die Steuerung erfolgt über den Solar-Log™. Der Solar-Log™ schaltet 4 Relais, die dadurch die BHKWs auf jeweils 0 %, 50 % oder 100 % schalten kann. Somit produzieren die beiden BHKWs entweder 0, 10, 20, 30 oder 40 kW/h Leistung.

Durch die Messung der Gesamtstromverbrauchswerte kann der Solar-Log™ nun die jeweiligen BHKWs „stromgeführt" steuern und dadurch auch in der Sommerzeit das BHKW starten, wenn der Strombedarf die im Solar-Log™ voreingestellten Schwellwerte überschritten hat. Die nicht benötigte Wärme wird im Pufferspeicher gelagert. Sollte die gemessene Rücklauftemperatur zu hoch sein, wird das BHKW zwangsreguliert und runter gefahren.

Produktlösung:
1 x Solar-Log 2000 mit der Firmware 3.5.0, 1 x Janitza Utility Meter , 2 x S/0 Zähler,
2 x Solar-Log™ PRO 380 Zähler, 1 x Solar-Log™ Smart Relais Box mit separaten leistungsstarken Relais, Solar-Log WEB Enerest™

Durch die Visualisierung über das Portal, www.pv-portal.de, der Firma MW Effekt, ist nicht nur der Stromverbrauch und die Stromproduktion, sondern auch die Langzeitwerte aus der Verganganheit sichtbar. Diese Technik ergänzt den Funktionsumfang der BHKWs des Hersteller 2G. Dadurch ist der Eigentümer in der Lage auch eine Ferndiagnose der BHKWs durchzuführen um im Störfall schnell zu reagieren.

Vorteile:
Der Betreiber der Anlage ist bestrebt, die BHKWs möglichst lang laufen zu lassen und zusätzlich die Geräte so zu steuern, dass möglichst viel selbst erzeugter Strom im Objekt verbleibt. Daruch amortisiert sich die Investition am schnellsten.
Der Betreiber kann den produzierten Strom preisgünstiger als externe Stromlieferanten an die Mieter verkaufen.

Fazit:
Dank der neuen Firmware 3.5.0 funktioniert nun die „stromgeführte Zwangsanschaltung" der BHKWs bei höherem Strombedarf.

Vision:
„Wärmegeführte Regelung der BHKWs vom Hersteller 2G über den Solar-Log™"

Gut wäre es, wenn der Solar-Log™ auch bei erhöhtem Wärmebedarf eine Zwangsanschaltung der BHKWs aktivieren könnte. Mit Hilfe von digitalen Temperaturfühlern im Pufferspeicher könnte der Solar-Log™ schneller auf zu niedrige Wassertemperaturen reagieren und die BHKWs starten.Im Frühjahr, Herbst und in den Wintermonaten gibt es, je nach Außentemperatur, Situationen in denen der Wärmebedarf größer ist als der Strombedarf. Daher ist Pufferspeicherüberwachung notwendig.Bislang werden die BHKWs in den kühleren Monaten rein wärmegeführt gesteuert um eine hohe Laufzeit zu erreichen und den Wärmebedarf zu decken.

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