Individuelle Lösungen für internationale Anforderungen

Einspeisemanagement



Um das Stromnetz auch an kritischen Tagen zu stabilisieren, wird es mittelfristig in allen Ländern, die bestimmte Energie dezentral bereitstellen, neue Anforderungen zur Netzstabilität geben.

Die Solar-Log™ Geräte decken die gesamte Bandbreite dieser Anforderungen bereits ab und bieten für jede Anlagengröße die passende Lösung.

Begrenzte Einspeiseleistung

Eine zentrale Funktion ist die Begrenzung der Einspeisung in das Netz. In Deutschland wird für Anlagen unter 30 kWp per Gesetz eine Leistungsbegrenzung auf 70 % vorgeschrieben oder eine fernsteuerbare Leistungsbegrenzung.

  • Das bedeutet, dass der Solar-Log™ den Verbrauch im Objekt erfasst und mit der Produktion der Wechselrichter verrechnet.
  • Solar-Log™ stellt somit sicher, dass die Einspeisungsobergrenze nicht überschritten und der Eigenstromverbrauch maximiert wird.
  • Diese Grenze lässt sich auch für andere Schwellwerte wie 50 % oder 60 % (Speicherforderung) oder 0 % (reiner Eigenstromverbrauch, kein Einspeisung ins Netz) umsetzen.

Regelung mit Verrechnung Eigenstromverbrauch

Mit dieser innovativen Lösung lassen sich Verluste, die durch die x % Regelung entstehen, minimieren und wie folgt umsetzen.

  • Zunächst wird der momentane Eigenstromverbrauch im Haushalt ermittelt.
  • Der Solar-Log™ berechnet die aktuelle Einspeisung aus dem übermittelten Eigenstromverbrauch und der aktuellen Stromproduktion der Wechselrichter.
  • Nur wenn die Differenz zwischen aktueller Produktion und Verbrauch beispielsweise 70 % der Modulleistung überschreitet, werden die Wechselrichter entsprechend abgeregelt.
  • Diese Funktion lässt sich ebenso für weitere x % Werte konfigurieren.

Bitte beachten, zur Umsetzung wird ein zusätzlicher Zähler benötigt.


Vereinfachtes Einspeisemanagement

Die deutschen EEG-Anforderungen des „vereinfachten Einspeisemanagement" sind bei Anlagen bis 100 kWp verpflichtend und können wie folgt umgesetzt werden.

  • Die Signale zur Wirkleistungsreduzierung werden in der Regel über einen Rundsteuerempfänger ausgegeben.
  • Die Produktreihe Solar-Log™ PM+ verfügt über eine zusätzliche Schnittstelle für potentialfreie Kontakte.
  • An dieser Schnittstelle können bis zu zwei Rundsteuerempfänger, einer für die Leistungsreduzierung und einer für die Blindleistungsregelung, angeschlossen werden.

Das vereinfachte Einspeisemanagement kann auch mit der Funktion „Ferngesteuert mit Verrechnung Eigenstromverbrauch" umgesetzt werden. Dafür muss lediglich der momentane Eigenstromverbrauch im Haushalt, durch einen gesonderten Verbrauchszähler, gemessen werden.


Steuerung von PV-Anlagen am Mittelspannungsnetz

In Deutschland werden an Großanlagen, größer 100 kWp am Mittelspannungsnetz, erweiterte Anforderungen gestellt.

  • Die Steuerung der Photovoltaikanlage muss gewährleistet sein.
  • Informationen über die aktuelle Ist-Einspeisung müssen zur Verfügung gestellt werden.
  • Zur Kommunikation mit der Netzleitstelle werden meist Fernwirkanlagen bzw. Fernwirktechnik, mit unterschiedlichen Befehl- und Rückmeldungen, eingesetzt.

Welche Vorteile bietet diese Art der Kommunikation

Diese Technik ermöglicht die bidirektionale Kommunikation. Die Signalübermittlung zwischen Fernwirkanlage, Solar-Log 1900 PM+ und 2000 PM+ erfolgt über die im PM-Paket enthaltene(n) I/O Box(en). Je nachdem, welche Werte an den Netzbetreiber rückgemeldet werden müssen, bedarf es einer Wandlermessung von Spannungen und Strom mit dem Solar-Log™ Utility Meter.

Besondere technische Anforderungen

Neben der Steuerung der Wirkleistung stellt die Blindleistungsregelung eine besondere technische Herausforderung dar. Die Netzbetreiber setzen hier auf verschiedene Lösungen.

  • Eine spannungsgeführte Blindleistungsregelung über die Q(U) Funktion.
  • Eine Blindleistungsregelung die am Einspeisepunkt erfolgt.

Beide Optionen lassen sich in Kombination mit dem Solar-Log™ Utility Meter realisieren. Weitere Funktionen, beispielsweise ein fester Verschiebungsfaktor cos phi oder ein leistungsabhängiger Verschiebungsfaktor cos phi, können ohne zusätzliche Messtechnik umgesetzt werden.


Download

Download
Übersicht PM-Pakete Datenblatt


Modbus TCP Powermanagement (PM) Interface

Komplexe Netzbetreiber Anforderungen lassen sich umsetzen, indem die Fernwirkanlagen direkt mit dem Solar-Log™ über das TCP basierte Modbus-Protokoll kommunizieren. In diesem Fall werden die Befehle und Rückmeldungen per Protokoll, also ohne die potenzialfreien und analogen Schnittstellen, zwischen Fernwirktechnik und Solar-Log 1900 PM+ sowie 2000 PM+ ausgetauscht. Durch diese direkte Koppelung können Fernwirkprotokolle wie IEC 60870-C, IEC 61850-5-101 und -104 umgesetzt werden.

Einspeisemanagement mit Solar-Log™ Netzwerken

Um das Einspeisemanagement bei Anlagen im größeren Anlagenbereich umzusetzen, werden die Geräte Solar-Log 1200, 1900 und 2000 per Ethernet-Netzwerk miteinander gekoppelt. Durch die Vernetzung können die Steuersignale der Netzbetreiber untereinander ausgetauscht werden.

  • Die Signale des Netzbetreibers werden am Solar-Log 1900 PM+ und 2000 PM+ (Master) empfangen und über die Solar-Log 1200, 1900 oder 2000 (Slaves) an die angeschlossenen Wechselrichter verteilt.
  • Für diese Systemarchitektur lässt sich der Master mit bis zu neun Slaves im Netzwerk koppeln.
  • Durch die Vernetzung der Solar-Log™ Geräte können komplexe Anforderungen (mehrere Anlagenteile und Einspeisepunkte und viele verschiedene Wechselrichter-Hersteller) umgesetzt werden.

Sie haben Fragen?

Ihr Ansprechpartner

Technischer Support - Projekte

Solare Datensysteme GmbH
Fuhrmannstr. 9
72351 Geislingen-Binsdorf
Deutschland
Telefon: +49 (0)7428 / 9418-660