Hand in Hand - PV und Wärmepumpe

15. Mai 2017

Fossile Energie ist aktuell günstig - doch wer auf die Zukunft setzt, sollte sich mit Alternativen beschäftigen. Eine Option, um nachhaltig und unabhängig von fossilen Brennstoffen Wärme zu erzeugen, sind Wärmepumpen.

Herr Recktenwald aus Geislingen hat sich entschlossen seine Öl-Heizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Die Antriebsenergie für die Wärmepumpe sollte zum Teil eine PV-Anlage erzeugen. Dabei waren die Ausgangsbedingungen für diese Umrüstung erdenklich schlecht. Sein Einfamilienhaus von 1988 besitzt einen Wärmedämmwert von 0,41 und verfügt nur teilweise über Flächenheizungen. Die Dämmung und die Heizkörper sollten aber nicht verändert werden. So wurde die Investition von rund 36.000 € (abzüglich staatlicher Zuschüsse) für eine 11,73 kWp große PV-Anlage und eine Wärmepumpe verwendet. Die Rechnung von Herr Recktenwald ging auf. Nach der Inbetriebnahme der Wärmepumpe konnte er die jährlichen Energiekosten von rund 4.500 € auf 1.300 € reduzieren. Folglich werden sich die Investitionen innerhalb von ca. 10 Jahren amortisieren.

Antriebsenergie gezielt einsetzen
Damit dieser Plan aufgeht, ist ein reibungsloser und störungsfreier Betreib von PV-Anlage und Wärmepumpe notwendig. Aus diesem Grund hat sich Herr Recktenwald für ein Energie-Management-System, wie den Solar-Log, entschieden. Das System überwacht den Ertrag der PV-Anlage und steuert die angeschlossenen Verbraucher - je nach PV-Überschuss und jeweiliger Konfiguration - an. Dabei erfasst der Energiemanager nicht nur Fehlfunktionen der PV-Anlage, sondern auch der Wärmepumpe und sendet diese ggf. per Mail an den Betreiber.

Vorausschauender Betrieb mit Wetterdaten
Zusätzlich können mit dem Solar-Log und einer Wärmepumpe des Herstellers IDM lokale Wetterprognosedaten einbezogen werden. Die Wetterdaten werden stündlich und für zwei Tage im Voraus errechnet. Die darauf basierenden Prognosen ermöglichen eine vorausschauende Steuerung der Wärmepumpe. In der Praxis kann die Wärmepumpe z. B. so eingestellt werden, dass sie um 10 Uhr startet, wenn zu dieser Zeit eine hohe Sonneneinstrahlung prognostiziert wird. So wird vermieden, dass die Wärmepumpe ihre Antriebsenergie unnötig aus dem Stromnetz bezieht.

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